lärchenholz...

stellt unter den europäischen Nadelnutzhölzern das schwerste und härteste Holz dar und wird nur von der selten genutzten Eibe übertroffen. Es hat eine mittlere Rohdichte von 550-590 kg/m3 (abhängig von der Feuchte), wobei das schwerste Holz aufgrund des hohen Spätholzanteils bei Hölzern mit einer durchschnittlichen Jahrringbreite von einem bis zwei Millimeter erreicht wird. Entsprechend besitzt Lärchenholz im Vergleich zu anderen Nadelholzsorten sehr gute Festigkeitswerte, zugleich eine hohe Zähigkeit und ein geringes Quell- und Schwindverhalten. Andererseits neigt die Lärche im Vergleich zur Fichte und zur Kiefer allerdings häufig zu einem Drehwuchs, wodurch die Standeigenschaften beeinflusst werden. Das Kernholz ist zudem witterungsbeständig und vor allem unter Wasser in seiner Dauerhaftigkeit mit Eichenholz vergleichbar.
(Quelle: Wikipedia.org)

Einsatzgebiete

(Quelle: Wikipedia.org)
Lärchenholz wird vor allem im Möbelbau sowie als Bauholz im Innenausbau sowie im Außenbereich für Wohnbauten, Brücken und andere Gebäude verwendet. Aufgrund seiner Eigenschaften kann es in fast allen Bereichen als Bau- und Möbelholz, in denen auch andere Nadelhölzer zum Einsatz kommen, sowie in zahlreichen Sondernutzungen verwendet werden.
Im Hausbau wird Lärchenkernholz unter anderem für Dachtragwerke, Wand- und Deckenkonstruktionen eingesetzt, zudem im Außenbereich für Haustüren, Garagentore, Fenster, Fassadenverkleidungen, Rahmen und Brüstungen sowie für großflächige Verkleidungen von Wänden, Giebeln, Balkonen oder Überständen. Auch als Dachschindeln wird Lärchenholz regional gern eingesetzt. Vor allem in den letzten Jahren wird es vermehrt im Innen- und Außenbau als Ersatz für Tropenhölzer eingesetzt. Aufgrund seiner Beständigkeit gegen Witterung, Chemikalien und anderen Einflüssen kann es allerdings auch bei zahlreichen Außen- und Sonderanwendungen im Erd-, Brücken- und Wasserbau verwendet werden. Dabei wird es zudem für Lagerbehälter für Flüssigkeiten (Bottiche, Fässer), Kühltürme und Siloanlagen verwendet. Ein historisches Sondereinsatzgebiet waren vor allem die Hauptbalken von Mühlenflügeln, für die das Holz aufgrund der Zähigkeit besonders geeignet war. Hinzu kommen Rammpfähle, Masten, Eisenbahnschwellen sowie Nutzungen im Eisenbahn-, Schiffs- und Bootsbau, Holzspielgeräte auf Spielplätzen, Bodenbeläge (Deckings, Holzpflaster), Zäune und Palisaden und viele weitere Anwendungen, in denen es von Vorteil ist, Holz ohne Imprägnierung einzusetzen. Im Bergbau wird es zudem als Schachtholz und für Spurlatten eingesetzt, außerdem können Drechselwaren und Haushaltsgegenstände aus Lärchenholz gefertigt werden.

Biologisch/Medizinisch

(Quelle: Wikipedia.org)
Bestimmte Teile der Stämme von Nadelhölzern, insbesondere der Lärche, haben einen relativ hohen Anteil an Taxifolin (DHQ). Die phenolischen Inhaltsstoffe, in Zusammenhang mit pflanzlichen Stoffwechselreaktionen, sind ausschlaggebend für die natürliche Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit des Holzes gegenüber Schädlingen, UV-Strahlung und Witterung. Bei der Lärche kommt hier konkret dem Taxifolin entscheidende Bedeutung zu. Die Gesamtheit an phenolischen Inhaltsstoffen geht über 3 bis 4 % nur selten hinaus. Taxifolin ist eine organische Verbindung, im Reinzustand ein weißes Pulver, welches chemisch zu den natürlich vorkommenden Flavonoiden zählt, genauer ist es ein Flavanonol (vergleiche Nomenklatur der Flavonoide).

Die Flavonoide haben aber auch direkt antivirale, antibakterielle und antifungale Wirkung. Auf die entzündungshemmende Wirkung der in Lärchenholz enthaltenen Diterpene hebt ein 2013 angemeldetes Patent der Universität Graz ab.Die Forscher konnten aufzeigen, wie mittels feingemahlener Sägespäne als Futtermittelzusatz der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht reduziert werden kann.

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